Von Mupfeln, Pinguinen und anderen Haustieren
Wenn in einem Südseeparadies etwas eingeeistes an Land gespült wird was aussieht, wie eine Mupfel; daraus dann später ein seltsames grünes Wesen schlüpft, das dann vom Hausschwein adoptiert wird, dann ist Märchenzeit in Mülheim-Kärlich. Denn dann präsentieren die "Mülheimer Märchenspieler" - die Theaterabteilung des Theater- und Heimatvereins Fidelio - ihr aktuelles Märchenspiel "Urmel aus dem Eis"!
"Urmeli", wie es liebevoll von Mama Wutz gerufen wird, kennt jeder, egal ob groß oder klein. Die Erwachsenen kennen und lieben es als Puppenspiel von der Augsburger Puppenkiste und die Kinder kennen es aus zahlreichen neueren Animations- oder Puppenfilmen aus dem Fernsehen.
Diesen Stoff nach dem Kinderbuch von Max Kruse hatten die Märchenspieler sich für ihre Spielzeit 2018 vorgenommen. Die Bühnenadaption von Frank Pinkus führten sie am 3. Adventwochenende insgesamt sechs mal in der Kurfürstenhalle Mülheim-Kärlich auf. Die Bühne verwandelte sich dabei in die Südsee-Insel "Tititowu", benannt nach ihrem Entdecker und Bewohner Professor Tibatong, seinen Stieftöchtern Tina und Toni sowie dem Hausschwein 'Mama' Wutz. Dem Kenner fällt schon jetzt auf, dass die ursprüngliche Vorlage um einige Personen erweitert wurde, Tititowu heißt nämlich eigentlich Titiwu, weil es Toni im Original nicht gibt, Tina eigentlich ein Tim ist und noch einige weitere Personen mehr dazu gekommen sind...
Aschenbrödel - Das Familienmusical
Die Mülheimer Märchenspieler präsentieren in der Spielzeit 2019 das Familien-Musical "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" nach Motiven des gleichnamigen Märchens von Božena Nemcová. Musik von Timo Riegelsberger mit Songtexten von Christian Berg. Buch Christian Berg und Mirko Bott.
Das Stück wurde bereits im Sommer 2019 anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten "100 Jahre Fidelio" im Innenhof der Lucas-Mühle in Mülheim-Kärlich gespielt. Freuen Sie sich nun auf die Indoor-Inszenierung mit ganz eigenem Charakter auf der Bühne in der Kurfürstenhalle.
Sie ist eine der schönsten Märchenverfilmungen:
Bei "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" werden bei den Großen Kindheitserinnerungen wach und die Kleinen von heute lassen sich schnell von dieser Begeisterung anstecken. Christian Berg und Mirko Bott haben die Geschichte der tschechischen Autorin Božena Nemcová auf die Bühne geholt - als Musical für die ganze Familie. Dabei legen die Macher großen Wert darauf, dass die Filmvariante nicht nachgespielt wird, sondern die literarische Vorlage als Grundlage dient. Die Geschichte wird erzählt aus der Sicht des Stallburschen Valentin, der für Aschenbrödels Stiefmutter arbeitet.
Christian Berg, Kindertheatermacher und Buchautor, feierte 2012 sein 25-jähriges Bühnenjubiläum. Seine Familienmusical-Produktionen wie "Jim Knopf", "Das Dschungelbuch", "Pinocchio" oder „Wachgeküsst - Das Dornröschenmusical" haben schon mehr als 1,5 Millionen kleine und große Zuschauer begeistert. Der gebürtige Cuxhavener zählt zu den meistgespielten Theaterautoren Deutschlands.
Die Vorstellungen in der Kurfürstenhalle Mülheim-Kärlich finden statt am:
- Samstag, dem 14.12.2019 um 15.00 Uhr
- Sonntag, dem 15.12.2019 um 15.00 Uhr
- Montag, dem 16.12.2019 um 14.30 Uhr
Im Rahmen dieser Seniorenvorstellung laden wir Sie zu Kaffee und Kuchen ein
Detaillierte Angaben zum Inhalt finden Sie hier:
Die wichtigsten Personen und Rollen finden Sie hier:
Karten sind bei allen Vorverkaufsstellen von Ticket-Regional (in Mülheim-Kärlich: Toto-Lotto Geyik, Kapellenstraße 19) oder online hier erhältlich.
(Die nebenstehenden Fotos entstanden im Sommer 2019 bei den Aufführungen anlässlich unseres 100-jährigen Vereinsbestehens in der Lucas-Mühle in Mülheim-Kärlich)
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Der Schimmel Nikolaus und die Eule Rosalie sind alles, was Aschenbrödel nach dem Tod ihrer Eltern geblieben ist. Aschenbrödel lebt bei der Stiefmutter, einer Gutsherrin, und deren leiblicher Tochter Dora, die es nach Kräften erniedrigen und wie eine Dienstmagd behandeln.
Der König und die Königin kommen auf das Gut der untertänigen Stiefmutter, die sich zusammen mit ihrer Tochter eine Einladung zum Hofball erschleicht, wo ‚Dorchen‘ das Herz des Prinzen gewinnen soll.
Während des königlichen Besuches begegnet Aschenbrödel dem Prinzen das erste Mal im Wald in eigener Gestalt – nämlich verschmutzt und verdreckt. Als der Prinz gerade ein Reh abschießen will, bewirft es den Prinzen mit einem Schneeball, so dass er das Ziel verfehlt. Der Prinz jagt Aschenbrödel daraufhin quer durch den Wald, „erwischt“ es letztendlich auch – nur flieht Aschenbrödel dann, spielt ein wenig Katz und Maus mit dem Prinzen und gelangt ungesehen auf den Hof zurück.
Dora und ihre Mutter gelangen an eine Einladung des Königs zum königlichen Ball. Während Knecht Valentin für die Herrschaften teure Kleider aus der Stadt mitbringt, fallen ihm drei Haselnüsse in den Schoß. Diese bringt er Aschenbrödel mit, da sie sich das wünschte, was ihm auf „dem Weg vor die Nase kommt“.
Die Nüsse sind verzaubert: Die erste Nuss enthält ein Jagdgewand. So ausstaffiert begegnet Aschenbrödel dem Prinzen ein zweites Mal. Aschenbrödel wird für einen „jungen Jägersmann“ gehalten und überzeugt den Prinzen durch ihre Schießkünste mit der Armbrust, reitet dann jedoch unbemerkt weg.
Der Tag des Hofballs rückt heran. Als Schikane vermischt die Stiefmutter Linsen mit Mais, verteilt das Ganze auf dem Boden und lässt Aschenbrödel die Linsen und den Mais sortieren. Dank der tatkräftigen Hilfe von Tauben, die die Arbeit für das Mädchen übernehmen, hat Aschenbrödel genügend Zeit und öffnet die zweite Nuss. Mit dem darin enthaltenen Ballkleid sucht sie den Hofball auf.
Der König will unbedingt seinen Sohn verheiraten. Der Prinz, der bisher alle ihm vorgestellten Damen verschmäht hat, tanzt mit dem später erschienenen Aschenbrödel und verliebt sich auf der Stelle in das Mädchen, das er jedoch nicht erkennt.
Sie stellt ihm auf dem Ball ein Rätsel, das zeigt, dass sie gerne erkannt werden möchte:
„Die Wangen sind mit Asche beschmutzt, aber der Schornsteinfeger ist es nicht.
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
Ein silbergewirktes Kleid mit Schleppe zum Ball, aber eine Prinzessin ist es nicht, mein Prinz.“
Damit spielt sie auf ihre bisherigen zwei, sowie die gegenwärtige Begegnung an, aber der Prinz kann es nicht lösen und so entzieht sie sich ihm abermals durch Flucht, verliert aber ihren Schuh.
Dem Prinzen gelingt es jedoch, Aschenbrödel zu verfolgen und erreicht so schließlich den Hof der Stiefmutter. Doch keinem der hier lebenden Mädchen und Frauen passt der Tanzschuh der Unbekannten. Schließlich fällt Knecht Valentin Aschenbrödel ein, das aber spurlos verschwunden scheint. Nachdem auch der letzte Versuch der Stiefmutter, ihre Tochter Dora mit dem Prinzen zu vermählen, scheitert, findet der Prinz Aschenbrödel, dem der Schuh passt. Das Brautkleid Aschenbrödels zur folgenden Hochzeit mit dem Prinzen entstammt der dritten Haselnuss.
(Die nebenstehenden Fotos entstanden im Sommer 2019 bei den Aufführungen anlässlich unseres 100-jährigen Vereinsbestehens in der Lucas-Mühle in Mülheim-Kärlich)
