Aufführungen der Mülheimer Märchenspieler im Advent 2012
Arielle, jüngste Tochter von König Triton, Herrscher über das Meeresvolk, ist mit ihrem Leben im Meer unzufrieden. Sie sehnt sich danach, einmal ein Mensch zu sein und gerät mit ihrem Vater oft in Streitereien über diese „barbarischen Fischfresser“.
Häufig muss Hummer Sebastian der unternehmungslustigen Arielle und ihren Freunden Flippi und Floppi, zwei Delfinen, nachspionieren, um zu gewährleisten, dass Arielle nicht entgegen den Anweisungen ihres Vaters zur Meeresoberfläche schwimmt.
Von allen unbemerkt beobachtet die Meereshexe Hydra das Treiben von Arielle und ihren Freunden und sieht in ihr die perfekte Chance, um die Macht im Reiche König Tritons an sich zu reißen.
Eines Abends beobachten Arielle und Flippi an der Oberfläche ein Feuerwerk zu Ehren des Prinzen Eric, der seinen Geburtstag auf einem Schiff feiert. Zu seinem Unglück gerät das Schiff in einen Sturm und Eric wird von Bord geschwemmt. Arielle kommt ihm zu Hilfe und verliebt sich in den Prinzen. Als dieser jedoch erwacht, verschwindet sie und Eric hat keine Erinnerung an sie, außer an ihren wunderschönen Gesang.
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In die Welt der Märchen des dänischen Autors Hans-Christian Andersen entführten die Mülheimer Märchenspieler ihre Gäste in der Kurfürstenhalle Mülheim-Kärlich am dritten Adventwochenende 2011 mit ihrer Interpretation des Märchenspieles "Die Prinzessin auf der Erbse".
In insgesamt 7 Vorstellungen erlebten mehr als 2.000 kleine und große Zuschauer, wie König Eberhard und seine Gattin "Tinchen" Königin Christina eine Braut für ihren Sohn den Prinzen suchen. Während Eberhard schon recht schnell seinen Gefallen an der kleinen Elfenhaar gefunden hat, die sein Bote Max mit ins Schloss bringt, besteht die Königin auf der Erbsenprobe, die schon ihre Großmutter einmal mitgemacht hat.
Dabei baut sie darauf, dass die Haut einer Prinzessin viel empfindlicher ist, als die eines 'normalen' Mädchens und eine Prinzessin deshalb nicht in einem Bett schlafen kann, in dem unter einer Vielzahl von Matratzen eine einzelne Erbse versteckt ist.
Ganz im Gegensatz zu den Prinzessinnen Tausendschön und Pummelchen sowie 9 weiteren Damen, die allesamt die Prüfung 'vermasseln' kann Elfenhaar nicht auf der Erbse schlafen und die Schloss-Mäuse helfen ihr stattdessen dabei, eine neue Schlafstätte auf dem Boden ihes Zimmers zu errichten. Hier findet sie endlich ihre Nachtruhe und König, Königin und Oberhofmarschall von Niesewitz finden sie mitten in ihrer Stube liegend vor. Damit ist endlich auch Königin Christina überzeugt und der Hochzeit am folgenden Tage mit Prinz Wohlgemut steht nichts mehr im Wege.
Doch nicht nur Prinz und Prinzessin finden ihr Glück, auch König Ladislaus, der am Hofe König Eberhard's weilt, erlebt sein ganz persönliches Happy-End, entpuppt sich Prinzessin Elfenhaar doch tatsächlich als seine vor vielen Jahren spurlos verschwundene Tochter.
Soweit zum Inhalt des Märchens, das natürlich für die Bühne um einige Charaktere und kleine Handlungsstränge erweitert wurde. Bauer Brinkmann z. B., der mit Oma Lore und der kleinen Traudel einen Besuch bei Königs absolviert, trägt mit seinem Auftritt zum Gelingen der Veranstaltung bei. Kein Wunder, verschlägt es ihn doch schon früh morgens um 6 in das königliche Schloss.
25 Schauspielerinnen und Schauspieler im Alter zwischen 7 und 67 Jahren sorgten auf der Bühne dafür, dass die Zuschauer bestens unterhalten wurden. Annähernd 30 weitere Helfer hinter der Bühne, in der Technik oder im Service trugen ebenfalls zum Gelingen der Veranstaltungen bei.
Auch in dieser Spielzeit hatte der Theater- und Heimatverein Fidelio am Montagnachmittag wieder eine Seniorenvorstellung eingeplant, bei der vor dem eigentlichen Veranstaltungsbeginn noch zu einer gemütlichen Runde mit Kaffee und Kuchen geladen wurde. Für die Akteure war daher der Montag nach dem 3. Advent mit zwei Schul- und Kindergarten-Vorstellungen vormittags sowie einer Seniorenveranstaltung am Nachmittag der anstregendste Tag. Doch auch diese Herausforderung wurde angenommen und voller Stolz können die Mülheimer Märchenspieler auf eine sehr gelungene Spielzeit 2011 zurück blicken.
Ehrung für Peter Reif
Für viele Akteure emotionaler Höhepunkt des Wochenendes war jedoch sicherlich die 14-Uhr-Vorstellung am Sonntag. Im Anschluss an diese Vorstellung bat Vereinsvorsitzender Jürgen Maurer den ehemaligen Mitspieler Peter Reif auf die Bühne und dankte ihm im Namen des Vereins sowie der Gruppe für sein jahrelanges Engagement.
Schon die Gründung der Theatergruppe im Jahr 1982 wäre ohne Peter Reif nicht denkbar gewesen. Einige Jahre lang war er mit als Spielleiter tätig, trat bis in den Winter 2009 alljährlich in unterschiedlichen Rollen in den Märchenspielen aktiv auf. Erst seit 2010, im Alter von 81 Jahren und nach 64-jähriger Mitgliedschaft im Verein, muss er aus gesundheitlichen Gründen auf das aktive Mitwirken verzichten.
Fast alle Mitglieder der Mülheimer Märchenspieler haben in den letzten 30 Jahren mit Peter Reif auf der Bühne gestanden, viele haben mit ihm ihre ersten Gehversuche auf der Bühne unternommen und haben mit und von ihm gelernt, wieviel Spaß und Freude man am darstellenden Spiel finden kann. - Dafür haben sie ihm gedankt und als Erinnerung an 'seine' Gruppe ein Foto mit Widmung überreicht.
Die Mülheimer Märchenspieler präsentieren Märchen nach Hans-Christian Andersen
Die Spannung liegt förmlich in der Luft wenn vor dem Beginn einer Vorstellung die großen und - vor allem - die kleinen Gäste ihre Plätze in der Kurfürstenhalle einnehmen. Während die Erwachsenen sich ganz entspannt unterhalten oder vielleicht noch im Foyer der Halle einen Kaffee trinken, sind die Kinder schon ganz im Märchenfieber.
Und kaum dass sich der Vorhang zur Bühne öffnet, kehrt (fast) atemlose Stille ein. Auf der Bühne erscheint plötzlich eine andere Welt. Auf der Bühne befinden wir uns mit einem Mal nicht 'nur' in der Märchenwelt, vielmehr gibt sie den Blick frei in die Tiefen des Ozeans, in die Welt des Meeresgottes Triton!
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Die Mülheimer Märchenspieler präsentieren das Musical "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" nach Motiven des gleichnamigen Märchens von Božena Nemcová. Musik von Timo Riegelsberger mit Songtexten von Christian Berg. Buch Christian Berg und Mirko Bott.
Es ist eines der schönsten Märchenverfilmungen:
Bei "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" werden bei den Großen Kindheitserinnerungen wach und die Kleinen von heute lassen sich schnell von dieser Begeisterung anstecken. Christian Berg und Mirko Bott haben die Geschichte der tschechischen Autorin Božena Nemcová auf die Bühne geholt - als Musical für die ganze Familie. Dabei legen die Macher großen Wert darauf, dass die Filmvariante nicht nachgespielt wird, sondern die literarische Vorlage als Grundlage dient. Die Geschichte wird erzählt aus der Sicht des Stallburschen Valentin, der für Aschenbrödels Stiefmutter arbeitet.
