„Probier's mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gemütlichkeit
jagst du den Alltag und die Sorgen weg.
Und wenn du
stets gemütlich bist und etwas appetitlich ist, dann nimm es dir egal von welchem Fleck“
Mit diesen Worten erklärt Baloo seinem Schützling Mowgli die Welt und seine Sicht auf das Leben. Und mit diesen Worten sang und singt sich Baloo seit 1967 in die Herzen von Millionen von Filmfans weltweit. „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ ist sicherlich der bekannteste Hit aus der Disney-Verfilmung (übrigens die letzte, die noch von Walt Disney selbst produziert wurde). Er hat sogar eine Oscar-Nominierung als beste Filmmusik erhalten.
Doch auch der „Elefantenmarsch“ von Col. Hathi und seiner Dschungelpatrouille oder „Ich wär so gern wie du“ von King Louis sind Klassiker, die heute wie vor 40 Jahren jedes Kind kennt und mitsingen kann.
| Mowgli | Maira Boden | |
| Lisa Maurer | ||
| Balloo, der Bär | Peter Maurer | |
| Bagheera, der Panther | Kathrin Maurer | |
| Sheere Khan, der Tiger | Helmut Ihrlich | |
| Colonel Hathi, der Chef der Dschungelpatrouille | Jürgen Maurer | |
| Erster Elefant | Marina Dötsch | |
| Zweiter Elefant | Alexandra Röser | |
| Kleiner Elefant | Johanna Röser | |
| King Louis, der Affenkönig | Sebastian Buch | |
| Erster Affe | Theresa Maurer | |
| Zweiter Affe | Romina Adams | |
| Weitere Bandar-Log (die Affenbande) | Luisa Baulig | |
| Lara Kalter | ||
| Mara Miloloza | ||
| Ezgi Özmen | ||
| Johanna Reich | ||
| Vincet Ruf | ||
| Giuliana Schroeder | ||
| Akela, der Wolf | Ursula Maurer | |
| Rakscha, die Wölfin | Hazal Özmen | |
| Kaa, die Schlange | Julia Häring | |
| Tabaqui, der Schakal | Katharina Röser | |
| Licht- und Tontechnik | Frank Stirenberg | |
| Marc Stirenberg | ||
| Michael Stirenberg | ||
| Maske | Sebastian Buch | |
| Monika Maurer | ||
| Ursula Maurer | ||
| Bühnenbau und -technik | Alexander Gontscharuk |
|
| Jürgen Maurer | ||
| Dieter Maurer | ||
| Jörg Volk | ||
| Marion Volk | ||
| Frank von Ehr | ||
| Souffleusen | Tanja Boden | |
| Petra Vogt | ||
| Tanzeinlagen | Sebastian Buch | |
| Musikalische Leitung | Clarissa Frank | |
| Spielleitung | Jürgen Maurer |
Sommertheater 2017 beim Stadtfest
Das "Sommertheater" ist seit ein paar Jahren die gerne genutzte Möglichkeit für die jungen Nachwuchsschauspielerinnen und -schauspieler des Theater- und Heimatvereins Fidelio, einmal in größere Rollen zu schlüpfen und auch ohne die "Großen" zu zeigen, was sie drauf haben.
Das Mülheim-Kärlicher Stadtfest - in diesem Jahr am Sonntag, dem 25. Juni im Stadtteil Kärlich ausgetragen - bot den äußeren Rahmen und den richtigen Anlass dazu. Akribisch hatten sich die 14 jungen Damen im Alter zwischen 5 und 14 Jahren auf ihre Rollen in dem knapp halbstündigen Stück "Die erstaunliche Errettung der Prinzessin Minerella" vorbereitet. So 'erstaunlich' der Titel des gut halbstündigen Stücks, so 'erstaunlich' auch sein Inhalt:
Das StadtJournal Mülheim-Kärlich sprach für seine November-Ausgabe 2017 mit dem Vorsitzenden des Theater- und Heimatvereins Fidelio und Spielleiter der Theatergruppe des Vereins, den „Mülheimer Märchenspielern“, Jürgen Maurer, über die bevorstehenden Aufführungen des "Dschungelbuchs".
Frage SJ:
Herr Maurer, Sie haben sich in diesem Jahr „Das Dschungelbuch“ von Rudyard Kipling als Vorlage für Ihr Bühnenstück vorgenommen. Was ist das Besondere an diesem Stoff?
Antwort:
„Das Dschungelbuch“ – oder besser: „Die Dschungelbücher“ hat der Autor, der selbst lange in Indien gelebt hat, ab 1894 für sein eigenes Kind geschrieben. Es entwickelte sich seither zu einem der bekanntesten und beliebtesten Kinder- und Jugendbücher der Welt.
Unsterblich aber wurde es durch die Disney-Verfilmung, die im Oktober ihren 50sten Geburtstag feierte. Seit 50 Jahren begeistern darin Mowgli, Baloo, Bagheera und wie sie alle heißen kleine und große Zuschauer. Für mich selbst – ich bin jetzt 57 Jahre als – gehört „Das Dschungelbuch“ ebenso zu meiner Kindheit, wie für meine beiden Töchter, die inzwischen 20 und 24 Jahre alt sind. „Probier‘s mal mit Gemütlichkeit“ von Baloo oder „Ich wär so gern wie du“ von King Louis sind Evergreens, die ich genau so singen kann, wie meine Mutter, meine Kinder oder die Kinder meiner Nichte im Kindergarten- bzw. Grundschulalter. „Das Dschungelbuch“ verbindet Generationen!
Frage SJ:
Mit dem Dschungelbuch entfernen Sie sich recht weit von der heimischen Märchenwelt von „Dornröschen“, „Schneewittchen“ und Co., die wir auch schon auf Ihrer Bühne gesehen haben.
Antwort:
Das stimmt. In den Anfangsjahren unserer Gruppe haben wir uns bei der Auswahl unserer Stücke weitestgehend an die Märchenwelt der Brüder Grimm gehalten. Die Kinder in den 80er und 90er Jahren des letzten Jahrhunderts waren mit diesen Stoffen zu begeistern.
Aber das Publikum – die Kinder – hat sich geändert. Sicher auch bedingt durch das breite Angebot an Animations- und Märchenfilmen in Kino und Fernsehen, in denen fast jährlich neue Helden entstehen – ich denke da z. B. an Shreck, das Mammut Manni oder an die Eisprinzessin – haben sich die Interessen verschoben. Wir versuchen mit unserer Stückauswahl diesem Trend nachzukommen und das anzubieten, was unsere kleinen und großen Gäste sehen möchten. „Peter Pan“, „Scrooge“ im vergangenen Jahr, oder „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ sind, wie ich finde, gute Beispiele dafür.
Frage SJ:
Wie holen Sie den indischen Dschungel auf die Bühne in der Kurfürstenhalle oder wie stellen Sie die Tiere dar? Das ist doch sicher eine besondere Herausforderung?
Antwort:
Ja, da haben wir es tatsächlich mit besonderen Umständen zu tun in diesem Jahr. Den heimischen Wald hatten wir ja schon öfter auf der Bühne. Das Märchenschloss oder die Bauernhütte sind alles bekannte Kulissen.
In diesem Jahr befinden wir uns im indischen Dschungel. Das ist neu. Aus unserer Truppe war noch niemand wirklich selbst da, da ist also Phantasie gefragt. Aber die gehört zu einem ordentlichen Märchen ja sowieso dazu. Glauben Sie mir, wir werden auch in diesem Jahr wieder in eine wunderschöne, bunte, phantasievolle Märchenwelt eintauchen können.
Ein besonderer Hingucker aber werden die Kostüme sein!
Sämtliche Tiere werden nicht einfach nur als Tier dargestellt, jedes Tier hat auch menschliche Züge, im Aussehen ebenso wie im Verhalten. Und die Kostüme sind phantastisch. Ich denke da an die Felsenschlange Kaa, die sich mit einem 10 Meter langen Körper über die Bühne schlängelt, oder Colonel Hathi, den Chef der Dschungelpatrouille, der mit seinen Elefanten im Dschungel für Ordnung sorgt. Die Kostüme sind phantastisch (und nebenbei so ausladend, dass sie hinter der Bühne durch keine Türen passen)! Unsere Kostümbilderinnen haben sich in diesem Jahr wirklich selbst übertroffen.
Frage SJ:
Das klingt ja wirklich gut. - Sie haben eben schon den Disney-Film von 1967 angesprochen. Wieviel Disney steckt in Ihrem „Dschungelbuch“?
Antwort:
Ganz ehrlich? Sehr viel! Unsere Bühnenfassung ist sehr nah an den Film angelehnt. Auch die unvergänglichen Filmhits haben wir übernehmen können. Ich habe sie eben schon erwähnt: „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ (übrigens 1968 als beste Filmmusik für einen 'Oscar' nominiert) ist genau so dabei wie Kaa’s Beschwörungslied „Vertraue mir“, wenn sie versucht, Mowgli zu hypnotisieren. Und einige weitere auch. Lassen Sie sich überraschen…
Alle Lieder werden übrigens live gesungen. Playback gibt es bei uns nicht.
Frage SJ:
Es fällt auf, dass Sie Ihre Vorstellungstermine bzw. –zeiten geändert haben. Bereits im vergangenen Jahr bei „Fröhliche Weihnachten, Mr. Scrooge“ haben Sie auch eine Abendvorstellung angeboten. Das ist auch in diesem Jahr so. Sie spielen am Samstag, dem 16. Dezember um 20 Uhr. Ist das nicht zu spät für die Kinder?
Antwort:
Für kleine Kinder im Vorschulalter sicherlich. Für die spielen wir ja auch am Sonntag um 14 Uhr und um 17 Uhr. Aber wir spielen ja nicht nur für die ganz Kleinen. Ganz im Gegenteil! Wir richten uns mit unserem Stück ganz bewusst inzwischen auch an größere Kinder, Jugendliche, Erwachsene!
Einmal ganz davon abgesehen, dass unsere Stücke allgemein „erwachsener“ und „reifer“ geworden sind und sich inzwischen nicht mehr nur an Kinder richten, habe ich es eben schon erwähnt: Gerade „Das Dschungelbuch“ verbindet Generationen.
Und eben für diese größeren Zuschauer spielen wir auch am Samstagabend. Schauen Sie sich „Das Dschungelbuch“ ruhig auch als Erwachsener ohne Kinder an. Sie alle kennen es, es gehört zu Ihrer Kindheit und/oder Jugend. Lassen Sie sich auch als erwachsener Mensch ruhig einmal mitnehmen in das Reich von Shere Khaan, Mowgli und Baloo. DAS IST KEIN KINDERKRAM! Das ist gute Unterhaltung für alle Generationen!
