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"Die Schneekönigin" von Hans-Christian Andersen ist das Märchenspiel für die Adventszeit 2014

Es ist kalt. Sehr kalt. Und es wird immer kälter, draußen und drinnen, im Herz von Kay. Denn ein Eissplitter ist ihm ins Auge gedrungen, worauf ihm die Schneekönigin erscheint und ihn mit nimmt in ihr Schloss. Gerda, seine Freundin, beschließt ihn zu suchen. Auf ihrer anstrengenden Reise durch die Winterlandschaft, immer weiter in den Norden, trifft sie auf Trolle, einen König und seine Tochter, deren Hofstaat, einen Raben und eine Polarkatze.

Nach den abenteuerlichen Geschichten um Peter Pan und Arielle sowie dem eher romantischen Familien-Musical Aschenbrödel zeigen die Mülheimer Märchenspieler am 3. Adventwochenende 2014 eine weitere märchenhafte Geschichte, und zwar einen Klassiker des Genres: "Die Schneekönigin" von Hans Christian Andersen, eine Geschichte um Freundschaft und Erwachsen werden und um das Erwachen des Frühlings nach einem langen Winter.

Zum Inhalt

"Die Schneekönigin" ist eines der längsten und ausgefeiltesten Märchen von Hans Christian Andersen. Es beginnt mit einer Szene um einen Troll, dem ein Zauberspiegel zur Erde fällt und in tausend Stücke zerbricht. Die Splitter geraten den Menschen in die Augen und lassen ihre Gefühle erkalten. So auch bei Kay. In einem kleinen Dorf wohnt er im Haus neben Gerda, mit der er so gut wie verlobt ist. Doch als ihn der Splitter trifft, findet er alles Schöne nur noch hässlich, er verspottet Gerda und benimmt sich rüpelhaft. Bald folgt er der Schneekönigin, die auf ihrem prächtigen Schlitten das Dorf besucht. Er verfällt ihrer Schönheit und lebt fortan in ihrem eisigen Palast.

Als Kay im Frühling immer noch nicht zurück ist, beschließt Gerda, ihn zu suchen. Sie reitet auf dem Nordwind, trifft den König und die Prinzessin von Kamschatka und findet schliesslich zum Palast der Schneekönigin. Hier lernt sie einen weisen Raben und eine Polarkatze kennen und entdeckt am Ende die Königin auf dem Thron – und Kay, der seine alte Spielkameradin nicht einmal erkennt. Als Gerda deshalb weint, wärmen die Tränen das Herz von Kay, und er ist gerettet.

"Die Schneekönigin" ist eine klassische Coming-of-Age-Geschichte über Teenager. Vom Erwachsenwerden erzählt sie aber in märchenhaften Szenarien. Traum- und albtraumhafte Bilder wechseln sich dabei ab und verleihen dem Text seine enorme suggestive Kraft. Der Stoff wurde immer wieder auch fürs Kino, fürs Theater und fürs Musiktheater bearbeitet.


Zu den Spielterminen

Die Mülheimer Märchenspieler präsentieren das Märchenspiel an folgenden Terminen:

  • Samstag, 13. Dezember 2014, 14.00 Uhr
  • Samstag, 13. Dezember 2014, 17.00 Uhr
  • Sonntag, 14. Dezember 2014, 14.00 Uhr
  • Sonntag, 14. Dezember 2014, 17.00 Uhr
  • Montag, 15. Dezember 2014, 08.30 Uhr (Schul- und Kindergartenvorstellung)
  • Montag, 15. Dezember 2014, 11.00 Uhr (Schul- und Kindergartenvorstellung)
  • Montag, 15. Dezember 2014, 14.30 Uhr (Seniorenvorstellung - Einlass ab 14.00 Uhr)

Eintrittskarten zum Einzelpreis von 6,00 Euro gibt es noch an der Tageskasse.

 

Zum Autor (Quelle: Wikipedia)

Hans-Christian AndersenHans Christian Andersen wurde am 2. April 1805 als Sohn des verarmten Schuhmachers Hans Andersen und der alkoholkranken Wäscherin Anne Marie Andersdatter geboren.
Nach dem Tod seines Vaters ging er mit 14 Jahren nach Kopenhagen und bemühte sich, dort als Schauspieler zum Theater zu kommen. Nachdem ihm das jedoch nicht gelang, versuchte er sich ebenso vergeblich als Sänger und verfasste schon erste kleine Gedichte. Schließlich nahm ihn der damalige Direktor des Königlichen Theater Kopenhagen in seine Obhut und in sein Haus auf. Dort fühlte er sich besonders zu dem Sohn seiner Gasteltern, Edvard Collin, hingezogen, den diese Zuneigung jedoch eher befremdete und der diese nicht erwiderte. Eine enge Freundschaft verband ihn mit der jüngsten Tochter Louise Collin.
Von der Theaterdirektion unterstützt und durch König Friedrich VI. gefördert, konnte er von 1822 bis 1826 eine Lateinschule in der kleinen Provinzstadt Slagelse besuchen, von 1826 bis 1828 eine weitere Lateinschule in Helsingør und anschließend die Universität Kopenhagen.

Am Ende seiner Schulzeit entstand das Gedicht Das sterbende Kind, in dem der Autor die Welt aus den Augen eines kleinen Kindes beschrieb. Diese Perspektivwahl wurde später typisch für sein literarisches Schaffen. Das Gedicht wurde in mehreren Sprachen veröffentlicht. In dieser Zeit schrieb Andersen im Alter von ca. 18 Jahren auch sein erstes, nicht veröffentlichtes Märchen vom Talglicht, von dem das Manuskript erst 2012 gefunden wurde. In dem Text geht es bereits wie in späteren Werken um Reichtum und Schönheit, allerdings ist die Sprache noch längst nicht ausgereift.

Andersen unternahm mehrere Reisen nach Deutschland, England, Italien, Spanien und in das Osmanische Reich. Unter dem Einfluss der italienischen Landschaft entstanden die ersten Vorformen der Kleinen Meerjungfrau. Die Beschreibung der Welt in dem gleichnamigen Märchen zeigt deutlich die italienischen Einflüsse. Auf seinen insgesamt 30 großen Reisen kam er 32 Mal nach Dresden und 15 Mal nach Maxen bei Dresden, wo er seine Freunde besuchte, die Mäzene Friederike und Friedrich Anton Serre. Dort schrieb er auch: „Des Herzens Sonnenschein in Sachsen, er strahlt am schönsten doch in Maxen.“
In seinen späten Jahren war er mit vielen bekannten Frauen befreundet, allerdings blieb er lebenslang unverheiratet. Mit Edvard Collin verband ihn auch nach dessen Heirat im gegenseitigen Einvernehmen eine Freundschaft auf Distanz.

Andersen starb siebzigjährig als international verehrter und anerkannter sowie hochdekorierter Künstler am 4. August 1875 in Kopenhagen und wurde dort auf dem Kopenhagener Assistenzfriedhof beigesetzt.