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Martinstag 2014

Shinji machte ihr Sache hervorragend!

ShinjiEs sah zunächst gar nicht gut aus für den Martinstag 2014, als eine gute Woche zuvor die Nachricht kam, dass unser langjähriges Martinspferd "Accawillis" verletzt sei und wohl nicht eingesetzt werden könne. Jetzt könnte man meinen, Pferde gäbe es genug und es sei doch sicher kein Problem, ein anderes Tier zu finden. Den Einsatz am Martinstag macht jedoch nicht jedes Pferd mit: Die abendliche Dunkelheit, die vielen Menschen, das Feuer und nicht zuletzt die laute Musik lassen die Tiere schnell nervös werden. Die Gefahr, dass ein Pferd unter diesen Umständen durchgeht, sich, seinen Reiter und nicht zuletzt Kinder verletzen könnte, ist daher zu groß. Nur wenige Pferde eignen sich hierfür und es ist nicht einfach, ein solches Pferd zu finden.

 

Gerti Montada von der Reitanlage Birkenhain, der auch Accawillis gehört, konnte jedoch zwei Tage vor dem Martinstag Entwarnung geben: Ihr Pferd "Shinji", eine fünfjährige Haflinger-Stute, war fitt und sie wollte es mir ihr probieren. Um es vorweg zu nehmen: Shinji machte ihre Sache ganz hervorragend! Den ganzen Tag über auf dem Weg durch den Stadtteil Mülheim war sie die Ruhe selbst und sogar abends auf dem Weg zum Feuer, direkt hinter der Musikkapelle, ließ sie sich nicht aus der Ruhe bringen. Erst, als am Martinsfeuer die beiden Pferde aus den Stadtteilen Kärlich und Urmitz-Bhf. mit dazu kamen, wurde sie etwas nervös und vorsorglich wurde der Weg zurück etwas früher angetreten, als geplant.

Aber der Reihe nach: Am frühen Morgen schon ging es um 7.30 Uhr los mit einem Besuch in der KiTa Schillerstraße, hierhin waren St.-Martin und seine Begleiter allerdings noch mit dem Auto gefahren. Erst ab der nächsten Station, der Grundschule Mülheim, war der 'Merdes', wie St.-Martin in Mülheim genannt wird, auf Shinji unterwegs. Die KiTa am Platz Chateau-Renault, das Seniorenheim St.-Peter und die KiTa Don Bosco waren weitere Stationen im Laufe des Vormittags. St.-Martin hatte für jedes Kind einen Martinsweck dabei und die Kinder freuten sich sichtlich über den Besuch. Zwischendurch - und den kompletten Nachmittag über - statteten St.-Martin und sein Team den ältesten Mitbürgern einen kurzen Besuch ab. Alle Einwohner mit einem Alter ab 85 Jahren konnten sich über eine kurze Visite freuen. Für sie hatte St.-Martin ebenfalls einen Weck sowie eine Flasche "Mülheimer Martinswein" dabei.

Insgesamt etwa 210 Namen und Adressen standen auf der Liste, deren Ende erreicht war, als das Team um etwa 16 Uhr am Seniorentreff am Kolpingplatz entraf. Traditionell kehrt St.-Martin hier als letztes ein und stattet dem "Häuschen" und seinen Gästen einen Besuch ab.

In der Pfarrkirche "Maria Himmelfahrt" fand dann ab 17.30 Uhr ein kleiner Wortgottesdienst statt, an dessen Ansschluss St.-Martin seine Wecken an die Kinder verteilte, bevor sich der Laternenzug in Richtung Martinsfeuer im Judengäßchen in Bewegung setzte. Musikalisch begleitet vom Musikverein "Frei-weg" und abgesichert durch die Freiwillige Feuerwehr und den DRK-Ortsverband zogen Kinder und Erwachsene mit ihren Laternen zum Feuer unterhalb des Freizeitbades TAURIS. Bei dem guten - trockenem und nicht allzu kaltem - Wetter hatten sich viele Familien der Lichterprozession angeschlossen. Am Martinsfeuer hatte dann jeder die Gelegenheit, sich bei einem Becher Glühwein oder alkoholfreiem Kinderpusch aufzuwärmen, bevor der Rückweg angetreten werden musste. Hier trat St.-Martin dann - wie schon eingangs beschrieben - etwas früher als vorgesehen den Heimweg an. Aber für alle Aktiven galt ganz klar: "Safety first" - "Sicherheit geht vor".

Rückblickend bleibt festzuhalten, dass auch der Martinstag 2014 für alle Beteiligten wieder ein anstrengender, aber schöner und erfüllter Tag war, der auch Dank der guten äußeren Bedingungen sicher noch einige Zeit in Erinnerung bleiben wird. Und mit Shinji haben wir einen würdigen und guten Nachfolger für Accawillis gefunden, der früher als geplant "in Rente gehen" musste. 

Weitere Fotos von den Ereignissen des Tages finden Sie hier.